“Für zum Auschneiden” – oder wie BAP in meinen Plattenschrank findet

Blöder Titel, oder? Im korrekten Dialekt heißt die Platte „für usszeschnigge“ und ist von BAP. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das meine dritte Platte war oder nicht, dafür kommen auch einige andere Scheiben in Frage. Aber wichtig war sie für mich. Mein Wunsch nach einer Gitarre ging nämlich mit meiner Begeisterung für BAP Hand in Hand einher. Nachdem ich beides besaß (Gitarre zu Weihnachten) fehlte mir nur noch ein Lehrbuch (ich bin irgendwie schon immer autodidaktisch veranlagt). Peter Bursch „BAP für Gitarre“ musste es sein und ich habe es geliebt. Alle Lieder der Platte waren drin und ich habe recht schnell gemerkt, dass man „Verdamp lang her“ nicht wirklich toll auf einer Sperrholzgitarre nachspielen kann. Deshalb wurde „Jupp“ zu meinem Lieblingsstück auf der Platte. Das hat sogar meinen Eltern einigermaßen gefallen.

Für BAP war die Platte der Durchbruch zum wirklich großen Erfolg. Ich habe mir dann recht schnell die Vorgängerplatten („BAP rockt andere kölsche Leeder“ und „…affjetaut“) und auch die Nachfolgeplatte „Vun drinne noh drusse“ zugelegt. Auch „BAP – live“ durfte nicht fehlen, die hatte ich dann aber schon als CD. Wichtig an BAP war neben der Gitarre aber auch der Livefaktor. Immerhin war BAP die erste Gruppe, die ich alleine (naja, fast alleine) besuchen durfte. Die Konzerte waren grandios. Niedecken und Konsorten haben alles aus sich herausgeholt und damals in Würzburg fast vier Stunden gespielt. Ich war bei vier Touren dabei und habe es nie bereut.

Nach „Amerika“ war dann allerdings Schluss. Major Heuser (der Gitarrist – wer auch sonst) hatte die Band verlassen und irgendwie war das auch nicht mehr meine Musik. Major ist mittlerweile als Produzent unterwegs und hat auch eine Platte gemacht (die ich mir vielleicht doch mal anhören sollte).

Achja, meine Gitarrenkünste konnten leider nicht mit meiner Begeisterung mithalten – schade eigentlich. Infos zu BAP und Major Heuser findet ihr hier: BAP / Major.


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